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analog rockt Brettspiele und mehr

Star Wars: Jabba’s Palace

7 Minuten Lesezeit

Am 04.05. wird jährlich der inoffizielle Star Wars Day gefeiert. Wie man in dem verlinkten Artikel nachlesen kann, liegt das an der Ähnlichkeit zu dem essentiellen Kernsatz aus Star Wars „may the force be with you“ mit „may, the fourth“. Das zur Rezension stehende Star Wars: Jabba’s Palace verschlägt uns in Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter. Für alle Nicht-Nerds: Das ist der dritte Kinofilm aus dem Jahre 1983. In dem Spiel werden diesmal keine Liebesbriefe überbracht. Viel mehr treten die Rebellen gegen die Bösewichter aus Jabbas Palast an.

Die Original-Rezension habe ich im Rahmen meiner Autorschaft bei Teilzeithelden veröffentlicht. Da es sich hier nur um eine gekürzte Fassung handelt, erscheint sie in der Kategorie angespielt.

Zumindest bei mir sind die Spiele durchaus unterschiedlich angekommen und daher widme ich jeder Variante einen eigenen kurzen Artikel.

Steckbrief

  • Art: kompetitiv
  • Genre: Familienspiel
  • Kern-Mechaniken: Kartenspiel
  • Spielname: Star Wars: Jabba’s Palace
  • Verlag: Asmodee
  • Autor: Justin Kemppainen (Seiji Kanai)
  • Illustration: Jasmin Radue, Samuel R. Shimota
  • Alter: 10+ (lt. Verlag)
  • Spieler*innen: 2 – 6
  • Dauer: 20 Minuten

Spielprinzip

Die Ablauf der Grundmechanik ist bei allen Love Letter Spielen sehr ähnlich und hier unterscheidet sich Jabbas Palast kaum. Jede Person hat eine Karte. Wer am Zug ist, zieht eine Karte und entscheidet welche offen ausgespielt wird. Die Effekte werden abgehandelt und der nächste Spielende ist am Zug.

Die Effekte auf den Karten beziehen sich auf Teilen gegen die Rebellion beziehungsweise gegen Jabbas Palast. Die Karte Jabba der Hutt lässt Mitspielende sofort ausscheiden, wenn sie eine Rebellen-Karte auf der Hand hält.

Jabba ist nicht gut auf die Rebellen zu sprechen.
Jabba ist nicht gut auf die Rebellen zu sprechen.

Das Spielende wird eingeleitet, wenn der Nachziehstapel leer ist. Auch in diesem Spiel gibt es zwei mögliche Enden. Zum einen das bereits bekannte Last-Man-Standing-Prinzip. Der Spielende, der alle überlebt, gewinnt. Dann gibt es aber auch vier mögliche Sieg-Bedingungen – für den Fall, dass am Ende mehr Spieler*innen übrig sein sollten. Die Bedingung wird zum Spielgewinn per Zufall gezogen und offen ausgelegt. Da kann es schonmal sein, dass der mit den meisten Rebellenkarten vor sich liegend gewinnt.

Das Spielende ist bei Love Letter und Star Wars: Jabba's Palace austauschbar.
Das Spielende ist bei Love Letter und Star Wars: Jabba’s Palace austauschbar.

Wenn die letzte Karte vom Nachziehstapel gezogen wird, gewinnt der Spielende mit dem höchsten Punktewert auf der Karte. Da die Karten sehr darauf getrimmt sind, dass die Mitspieler*innen ausscheiden, kann es zu einem vorzeitigen Ende kommen, wenn alle bis auf eine Person ausgeschieden sind. Damit können wenigstens manchmal ein wenig taktische Elemente angestossen werden.

Für jede gewonnene Partie gibt es einen Siegpunkt in Form eines Spielsteins. In Abhängigkeit der teilnehmenden Spieler*innen muss man eine gewisse Anzahl an Spielsteinen besitzen, um als Sieger*in hervorzugehen. Bei drei Spielenden sind dies zum Beispiel fünf Siege.

Frust oder Lust

So wenig aufregend das Spielprinzip klingt, so fühlt es sich meist auch an. In der ersten Partie ist die Entdeckung der Effekte noch spannend. Da es aber noch weniger Karten gibt als bei Love Letter kommt auch hier keine richtige Abwechslung auf. Nach der ersten Runde hat man alles gesehen.

Unboxing

Sowohl Verpackung als auch das gesamte Spielmaterial entspricht dem von Love Letter. Damit unterliegt das gesamten Produkt eine recht guten Qualität. Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit fällt in diesem Kontext die Eurolochaufhängung negativ auf.

Das Artwork ist hervorragend. Die Charaktere sind klar zu erkennen und es kommt doch etwas nostalgisches Star Wars Feeling auf. Etwas schade ist, dass der für das Spiel stehende Jabba mit Jabba der Hutt übersetzt wurde. Zumindest Fans würden sicherlich ein entweder deutsches Jabba der Hutte oder das englische Jabba the Hutt bevorzugen. Abzüge in der B-Note.

Die wenigen Regeln sind ausführlich und detailliert erklärt. Alle Karten werden in einem separaten Absatz behandelt. Hier bleibt keine Regelfrage offen.


Bewertung

Boba Fett und Han Solo verbindet eine lange Geschichte.
Boba Fett und Han Solo verbindet eine lange Geschichte.

Für Fans der Star Wars Reihe bietet diese Love Letter Variante genug Illustrationen, um in nostalgischen Erinnerungen schwelgen zu können. Das macht es nicht unbedingt zu einem viel besseren Spiel, aber zu einem was man als Star Wars Fan gut besitzen kann. Schließlich ist es auch einfach schnell eingepackt oder als Geschenk mitgenommen.

Durch die Sieg-Agenden ist am Ende bei mehr als drei Spieler*innen noch je Partie ein leicht anderes taktieren nötig. Das sorgt zumindest für eine gewisse Abwechslung zwischen den Partien.

Karten, Beutel und Spielsteine sind analog dem ursprünglichen Titel hochwertig erarbeitet und die Illustrationen sind ebenfalls schön. Wie gesagt, passiert auch bei dem Spiel grundsätzlich zu wenig. Dafür kann man sich an den Held*innen-Karten mehr erfreuen.

Auch wenn die Gesamtpunktwertung eher gering ausfällt, würde ich dies der normalen Love Letter-Variante jederzeit vorziehen.


Punkte

  • Thema: 2 von 5
  • Mechanik: 1 von 5
  • Wiederspielwert: 2 von 5
  • Strategie: 2 von 5
  • Qualität: 4 von 5
  • Spielspaß: 2 von 5

Gesamtwertung 2,2 von 5

Einzelsession oder Wiederholungstäter? Einzelsession

Einsteiger-Freundlichkeit? ja, aber kein Türöffner für Neulinge

Das Rezensionsexemplar wurde Teilzeithelden freundlicherweise von Asmodee zur Verfügung gestellt. Die Rezension ist unentgeltlich durchgeführt worden.


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