Vorspiel

Feed the Kraken

Horst 5 Min. Lesezeit

Steckbrief

Verlag
Funtails
Veröffentlichung
2022
Anzahl Personen
5–11
Spielzeit (ca.)
45–90 Min.
Mindestalter
ab 10 Jahren
BGG-Wertung
7,8 / 10
Sprachunabhängigkeit
Sprachneutral
Komplexität
Party
Spielweise
Kooperativ Kompetitiv

Meine Mama war früher großer Fan von dem Schauspieler Errol Flynn. Keine Angst, ihr müsst ihn nicht kennen. Der gute Mann ist 1959 gestorben. Wenn er nicht zufällig in einigen schwarz-weiß Abenteuerfilmen mit Piratenthema mitgespielt hätte, würde ich den Namen wohl auch nicht kennen. Piraten! Darum geht es heute. Natürlich sind in dieser Rezension keine Piraten mit an Bord. Das sind alles Gerüchte. Wirklich. Glaubt mir. Keine Piraten.


Angespielt

Feed the Kraken ist ein Social-Deduction-Spiel. Es gibt drei Parteien mit unterschiedlichen Zielen: Segler*innen, Piraten und eine*n Kraken-Kultist*in. Das Ziel des Spieles ist es das gemeinsame Schiff zu dem sicheren Hafen zu bringen. Nur hat jede der Partei dabei einen anderen Hafen beziehungsweise einen anderen Ort vor Augen. Es gibt noch viele witzige Elemente, wie Meutereien (und damit wechselnde Rollen), betrunkene Kapitäne, Opferung eines Besatzungsmitglieds an den Kraken, Kajüten-Durchsuchungen und so weiter.

Mit dem Schiff stechen wir in See (Deluxe Version).

Spielprinzip ganz knapp und nüchtern

Rechts im Bild wird ein neuer Kultist geboren. Der Kraken kitzelt.

Typisch für die Mechanik eines Social-Deduction-Spiels erhält jede Person zu Beginn, versteckt seine Rolle zu gewiesen. Darüber hinaus werden die Rollen des Kapitäns, Navigators und des Leutnants für alle transparent verteilt. Leutnant und Kapitain erhalten jeweils zwei Karten mit denen das Schiff in eine Richtung (links, rechts oder geradeaus) gesteuert werden kann. Die Piraten wollen grundsätzlich eher nach links, die Segler*innen eher nach rechts. Nur die Kultisten möchten geradeaus segeln. Kapitän und Leutnant legen nur eine Karte in die Box und geben es dem Navigator. Der wiederum entscheidet sich für eine Karte. Nach dieser Karte wird nun das Schiff bewegt. Damit bestimmen letztendlich drei Personen, in welche Richtung das Schiff fährt. Und los gehen die Verdächtigungen, die Bluffe, die Beschuldigungen und letztendlich die Meuterei. Bei einer Meuterei stimmen alle Besatzungsmitglieder ab, ob der Kapitänsposten weitergegeben wird. Sobald das Schiff den Piraten-, Seglerhafen oder den Kraken erreicht hat, ist es zu Ende und die entsprechende Partei gewinnt.

Was gefällt mir bislang nicht so

Was gefällt mir bislang ganz gut

Bewertung

Kurzfazit

Feed the Kraken ist für größere Runden und natürlich auf Conventions ein totaler Kracher. Es nimmt sich selbst nicht Bier-ernst (oder sollte ich eher Rum-ernst schreiben).

Die Ausstattung und das Material sind sowohl in der Deluxe als auch normalen Version wirklich toll. Meine erste Partie fand mit der Deluxe-Variante inklusive Neopren-Matte statt. Danach dachte ich, ich würde es nie wieder ohne spielen wollen. Drei Partien auf der normalen Version später: es ist total egal.

Mit den Pistolen wird eine Meuterei angezettelt.

Wenn ihr eine Gelegenheit habt es zu spielen, dann macht unbedingt mit. Die Regeln sind in wenigen Minuten erklärt oder ergeben sich während des Spiels.

Das beste Spielerlebnis hatte ich übrigens mit 8 Personen. Darüber hinaus ändern sich die Regeln, wie man Capitain wird etwas und verliert etwas an der Dynamik. Ich hätte es gern noch mal mit 5 Personen gespielt, aber das ergibt sich vielleicht noch. Wer nicht regelmäßig auf eine größere Spielgruppe zurückgreifen kann, sollte sich den Kauf überlegen … oder sich an der tollen Aufmachung im Kalax-Regal erfreuen.

Nach einer Meuterei kann man erstmal nicht mehr Kapitän oder Leutnant werden.

(c) Copyright Funtails Verlag

Bild(er) von Horst Brückner

Das Spiel habe ich auf der Berlin Con gespielt. Diese Rezension ist unentgeltlich durchgeführt worden.


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3 Kommentare

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