Vorspiel

Auf den Spuren von Marco Polo

Horst 4 Min. Lesezeit

Steckbrief

Verlag
Hans im Glück
Veröffentlichung
2015
Anzahl Personen
2–4
Spielzeit (ca.)
60–90 Min.
Mindestalter
ab 12 Jahren
BGG-Wertung
7,8 / 10
Sprachunabhängigkeit
Sprachneutral
Komplexität
Kenner
Spielweise
Kompetitiv

Das tolle an thematisch dichten Brettspielen finde ich, dass man sich meist etwas weiterbilden kann oder altes Schulwissen auffrischt. Bei dem Schreiben von diesem Artikel wollte ich etwas kluges zu dem guten Marco Polo recherchieren. Anekdote beim Bemühen der Suchmaschine: ich musste erstmal etwas Scrollen bis ich keine Kleidungsvorschläge mehr bekommen habe. Aber genug vom Smalltalk.

Wer es vergessen hat: Marco Polo ist mit seinem Vater und dessen Onkelvon Venedig aus nach China gereist und dort über 17 Jahre im Auftrag des Khans durch die Lande gepilgert. Er war damit nicht zwingend der erste Mensch der China erreicht hat. Nach seiner Rückkehr ist er in einem Krieg in Gefangenschaft geraten und dort wurden seine Erlebnisse und Abenteuer von einem Schriftsteller festgehalten. Es gibt diverse Theorien, dass diese Reise so nie stattgefunden habe und viele Theorien, die genau das aber bestätigen wollen. Ein ganz schönen Artikel habe ich dazu bei National Geographics gefunden oder bei Geolino.



Angespielt

Ich habe das Spiel erst kürzlich in einem ganzen Bundle mit Spielen gebraucht erworben. Seit meinem Interview mit Hans im Glück habe ich es überhaupt erst auf dem Radar. Das Spiel hat 2015 den ersten Platz beim Deutschen Spielepreis erhalten. Das war knapp ein Jahr bevor ich mich wieder für Brettspiele interessiert habe und mich gerade erst die noch älteren Spiele Pandemie und Small World so richtig gefesselt hatten. Auf den Spuren von Marco Polo habe ich erst einige Male gegen mich selbst – im Zwei-Spieler-Modus – gespielt. Daher nur ein paar Notizen in der Rubrik angespielt dazu. Bis zum Test in meiner Spielrunde dauert es wohl noch etwas. Wir haben da noch ein paar Perlen aufzuholen.

Auf jeden Fall … so viel Vorweg … gefällt es mir so gut, dass ich gerade einen Solo-Modus dafür entwerfe und erprobe.

Aufbau für zwei Spieler*innen.

Spielprinzip ganz knapp und nüchtern

In Marco Polo geht es darum innerhalb von fünf Runden die meisten Siegpunkte zu erlangen. Punkte gibt es durch das Erfüllen von Aufträgen. Dazu müsst ihr euch mit Ressourcen eindecken. Um mehr Möglichkeiten für eure Würfel-Positionierung zu erhalten, müsst ihr von Venedig quer durch China reisen. Dadurch könnt ihr euch weiter Aktionsfelder freischalten und diverse Boni bekommen.

Was gefällt mir bislang nicht so

Dice-Placement ist DAS zentrale Spielelement.

Was gefällt mir bislang ganz gut

Marco Polo kommt mit schönen Meeple daher.

Kurzfazit

Schon jetzt ahne ich, dass Auf den Spuren von Marco Polo ein echter Wiederholungstäter für mich wird. Ihr merkt, dass für mich deutlich mehr auf der positiven Seite steht. Glaube das Spiel wäre heut zu Tage ein gutes Spiel, um in die Kenner- und Expertenwelt einzutauchen. Mehrere Strategien führen zum Weg, man muss sich immer wieder auf die neuen Ereignisse einstellen. Sei es durch Würfelpech oder belegte Felder durch die Mit-Spielenden.

Für Spieler*in, die denen Würfelglück nicht zu Expertenspielen passt, sollten einen Bogen darum machen.


(c) Copyright bei Hans im Glück Verlag

Bild(er) von Horst Brückner

Das Spiel habe ich privat erstanden. Diese Rezension ist unentgeltlich durchgeführt worden.


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