Vorspiel

Cowboy Bebop

Horst 4 Min. Lesezeit

Steckbrief

Originalverlag
Don't Panic Games
Veröffentlichung
2019
Anzahl Personen
1–4
Spielzeit (ca.)
30–90 Min.
Mindestalter
ab 10 Jahren
BGG-Wertung
7,3 / 10
Sprachunabhängigkeit
Benötigt Sprachkenntnisse
Komplexität
Familie
Spielweise
Kooperativ

Spike, Jet, Faye, Ed und der Hund Ein sind die Charaktere der Science-Fiction-Animee-Serie Cowboy Bebop. Zusammen bilden sie ein Team aus Kopfgeldjägern – Cowboys – genannt. Jeder Charakter hat eine interessante Hintergrundgeschichte, die in den 26 Folgen nach und nach aufgelöst wird. Mittlerweile gibt es eine 10-teilige Real-Verfilmung, die bei Netflix zu sehen ist. Leider wurde die Serie nach der ersten Staffel abgesetzt. Persönlich bin ich erst viel zu spät auf die Cowboys und ihr Raumschiff Bebop aufmerksam geworden. Die Anime-Serie stammt zwar aus 1998, ist aber auch heute noch unterhaltsam. Neben den Serien und einem hervorragenden Soundtrack bin ich endlich auch in den Genuss gekommen das passende Brettspiel dazu zu spielen.

Steckbrief


Angespielt

Als ich letztes Jahr mit meinem Brettspiel-Freund über die Spiel in Essen gelaufen bin, ist er gefühlt direkt am ersten Stand wie elektrisiert stehen geblieben. „Hey, schau mal da ein Cowboy Bebop Spiel“. Bis dahin war mir die Serie vollkommen unbekannt. Mittlerweile bin ich der Anime- als auch der Real-Serie verfallen. Schade, dass es beide Serien nicht über eine Staffel hinaus geschafft haben. Auf jeden Fall haben wir zum Spielen den Original Soundtrack aufgelegt. Dieser ist zwar grundsätzlich eher jazzy, aber sehr abwechslungsreich und verbindet diverse Musikstille miteinander. Die gesamte Musik wurde von einer Komponistin und ihrer Band erstellt und eingespielt.

Spielprinzip ganz knapp und nüchtern

Brettspiel-Schachtel und Vinyl-Cover vor dem ausgebreiteten Spielfeld.

Eines Vorweg: das Spiel und die Regeln sind in Englisch. Es gibt nur wenige dafür leicht verständliche Texte auf den Karten. Meistens werden Symbole verwendet. Aber worum geht es. Es gibt drei Planeten (Mars, Erde und Ganymed), auf denen jeweils ein Bösewicht sein Unfug treibt. Die vier Charaktere haben zu Beginn ein kleines Deck mit denen sie Reisen (Ressource „Fuel“), die Bösewichter mit Schaden besiegen, die Bösewichter mit Tricks besiegen oder bessere Karten kaufen können (Ressource „Woolong“), um mehr von den anderen Dingen machen zu können. Ziel des Spieles ist es mit Siegpunkten das Spiel für sich zu entscheiden. Siegpunkte bekommt die Spielenden für eroberte Bösewichter und natürlich am Ende für den Hauptgegner Vicious. Meist sind die Gegner so stark, dass man ihnen nur Runde-für-Runde Schaden zufügen kann. Viel hilft viel. Bedeutet meist arbeitet man gemeinsam an einem Gegner und teilt sich die Siegpunkte entsprechend auf. Daher also der semi-kooperative Ansatz.

Was gefällt mir bislang nicht so

Was gefällt mir bislang ganz gut

Bewertung

Kurzfazit

Bin ich schon ein Fanboy eines Produktes oder Marke, wenn ich alle Serien dazu geschaut habe, den O.S.T. auf Vinyl mein Eigen nennen darf und nun auch das Brettspiel dazu ausprobiert habe? Keine Ahnung. Tatsächlich trifft das Spiel optisch voll meinen Erwartungen. Da ist alles stimmig im Universum rund um Cowboy Bebop. Artwork wie aus der Anime-Serie, jedes Charaktertableau passt zur Serie und noch vieles mehr.

Wenn ich jetzt eine Bewertung abgeben müsste: Bronze Meeple.

Der Spielfluss wiederholt sich leider stark.

Aber am Ende muss ein Brettspiel immer noch ein Spielerlebnis herüber bringen. Das gelingt aus meiner Sicht nur mässig. Das Deck Building ist deutlich müßiger als bei der Konkurrenz. Es entwickelt sich auch kein richtiger Spielflow und man macht doch immer dasselbe. Unter dem Strich bleibt es bei einer Einzelsession. Bei alternativen Angeboten würde ich eher zu denen greifen.


(c) Copyright bei Don’t Panic Games

Bild(er) von Horst Brückner

Das Spiel habe ich bei Freunden gespielt. Diese Rezension ist unentgeltlich durchgeführt worden.


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